Weihnachten

Gedanken zum Fest der Liebe
„Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh", heißt es in einem bekannten Weihnachtslied. Froh werden Geburten immer betrachtet! Da liegt es, das Kind - alles ist gut gegangen, alles ist schön. Ein neuer Mensch ist geboren! Welche Chance! Auch Jesus war ein neugeborener Mensch und seiner Geburt gedenken wir noch heute an Weihnachten. Mit großem Glanz und Gloria feiern wir in Familien und in vollen Kirchen und beschenken uns - oft überreichlich. Manchem mag der Anlass für dieses Fest aus den Augen geraten sein, aber wir Christen gedenken diesem Ereignis voller Freude. Welche Chance hat in dieser Geburt gelegen!
Die Unschuld dieses Kindleins rührt uns zu Herzen. Dieser Mensch blieb unschuldig, weil er die Liebe Gottes zu den Menschen verkörperte, er sich in ihm uns zur Versöhnung in Liebe offenbarte. Und genau das wurde sein Verhängnis! Denn weil er die Liebe brachte, schlug man ihn ans Kreuz! Die Liebe wurde gekreuzigt. Ein unglaublicher, unfassbarer Gedanke! Aber dennoch: so war es!
Warum? Die Suche nach der Antwort bringt mich auf einen Gedanken: Können die Menschen die Liebe nicht aushalten?
Agapé  - die Gottesliebe - wollen

Inhaltsverzeichnis

wir sie nicht verstehen und auch nicht annehmen? Nicht, dass wir sie nicht dauernd anmahnen würden! Zumindest in unseren Kirchenliedern, Predigten und Gesprächen dreht es sich für uns Christen um nichts anderes. Und dennoch: Halten wir sie aus, diese Liebe?
Lassen wir uns doch einmal durch den Kopf gehen, wie wir umgehen mit Menschen, die diesen Auftrag zur Liebe ernst nehmen, die sich selbst verschenken wollen? Werden wir da nicht, wenn wir ehrlich sind, stets höchst misstrauisch? Es ist uns suspekt, es fehlt das Vertrauen. Liebe zu verschenken? Niemand hat etwas zu verschenken und schon gar keine Liebe! Da muss eine andere Absicht dahinter sein und

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