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Liebe Leserin, lieber Leser, Alles Jahre wieder beginnt spätestens mit dem ersten Advent in fast allen Häusern eine besondere Zeit: Fenster und Gärten werden mit Lichtern geschmückt, Tannenzweige verzieren mit ihrem Immergrün das matte Vorwinterlicht, Kerzenschein durchdringt die Dämmerung. Alle Jahre wieder - und doch jedes Jahr neu. Denn die Zeit der Ankunft, des Advent, ist eine Zeit der Besinnung, nicht nur der Besinnlichkeit. Gedanken an früher, vielleicht an die eigene Kindheit werden wach, damit auch schmerzliche Erinnerungen, an die Menschen, die nicht mehr bei uns leben. Gedanken an das Geheimnisvolle, das Unbekannte, das sich mit den Kindheitserinnerungen verbindet. Doch wir werden älter, ein Jahr ist ein immer kleinerer Anteil unserer Lebenszeit. Die eigenen Kinder werden größer, ein wenig geht der Zauber verloren, wenn die Kinder nun genauso vom Weihnachtstrubel gepackt werden, wie wir Erwachsenen. Doch das Loslassen von Gewohntem und Vertrauten macht erst Neues möglich. Wären Maria und Josef damals in Nazareth geblieben, wären die Hirten auf dem Feld geblieben, die Geschichte würden ganz anders aussehen. Sie haben sich auf den Weg gemacht, Neues zu erkundet, auf sich wirken zu lassen. Das geht auch heute, in jedem Alltag. Alle Jahre wieder und doch im
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