Weihnachten

Dezember-Psalm
Mit fester Freude
Lauf ich durch die Gegend
Mal durch die Stadt
Mai meinen Fluss entlang
Jesus kommt
Der Freund der Kinder
und der Tiere
Ich gehe völlig anders
Ich grüße freundlich
Möchte alle Welt berühren
Mach dich fein

Jesus kommt
Schmück dein Gesicht
Schmücke dein Haus
und deinen Garten
Mein Herz schlägt ungemein
Macht Sprünge
Mein Auge lacht und färbt sich voll
Mit Glück
Jesus kommt
Alles wird gut

Hanns Dieter Hüsch

Inhaltsverzeichnis

Es ist Ende November und noch immer zeigt das Thermometer 16 Grad an. Es wird wohl dieses Jahr nichts werden mit einer weißen Weihnacht wenn es nicht endlich kalt wird, dachte ich, als ich über Land fuhr. Kein Schnee, der das Land verzaubert und unschöne braune Stellen mit seiner weißen Decke sanft überzieht. Wenn das so weiter geht, werden wir unsere Gebräuche ändern müssen. Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt schmeckt eben nur, wenn's wirklich kalt ist, Gänsebraten bei deutlichen Plusgraden ist nicht so ganz das Wahre und Weihnachtsmänner auf Schlitten wirken auch deplaziert. Die Klimaveränderung droht unserem liebsten Fest die Stimmung zu vermasseln.
Der Schnee deckt ja zu, was nicht

so gut aussieht, die Kerzen beleuchten die Zimmer und lassen für ein paar Tage vergessen, dass wir nur jetzt gemeinsam um die Plätzchenteller sitzen und nach Weihnachten die Herrschaft im Wohnzimmer wieder das Fernsehen übernimmt - sofern wir an den Festtagen überhaupt darauf verzichten. Und die Gans auf dem Teller lässt uns vergessen, dass anderswo auf der Welt Krieg und bitterer Hunger herrscht. Lämpchen im Garten und geschmückte Türen sollen eine helle kuschelige Atmosphäre vermitteln, aber die Einladung wirklich hereinzukommen wird nicht ausgesprochen.
Der Schnee schmilzt und zeigt dann um so deutlicher die unschönen Stellen, Kerzen, Baum und Weihnachtsdeko verschwinden wieder