Harfenkonzert

So wie David auf der Harfe spielt und Saul das gut gefällt…

WUNDERBARES HARFENKONZERT MIT RITO PEDERSEN.
Eine spannende Laufbahn durchlief die Harfe, das Instrument des biblischen Königs David. Die Harfe ist durch Jahrtausende von einem merkwürdigen Zauber begleitet.
Gleichgültig in welcher Zeit man sie betrachtet, wird ihr Klang als Magie göttlicher, natürlicher und übernatürlicher Kräfte gedeutet. So ist es nicht verwunderlich, wenn König Davids Harfenspiel im Alten Testament ausdrücklich erwähnt wird. David ist der bekannteste und vielseitigste Musiker, von dem die Bibel berichtet. Mit seinem Saitenspiel verstand er es, das verstörte und aufgebrachte Gemüt von König Saul zu beruhigen. Die Musik entfaltete dabei therapeutische Wirkung.
Durch Musik bekommen wir Menschen Kraft, indem wir erfahren, was Gott uns schenkt.
Wahrhaft königlich und so vollkommen eins mit seiner Harfe, konnten die Besucher der Evangelischen Kirche St. Peter am 18.11. Rito Pedersen hören und erleben. Der Künstler aus Asuncion, Paraguay, ist ein vollkommener Autodidakt. Er kann keine einzige Note lesen oder schreiben. Er kann jedoch komponieren.
So war sein Konzert eine gelungene Mischung aus Eigenkompositionen und weltbekannten Melodien, wie
Dont cry for me argentina, El condor pasa u.v.a. Man merkte deutlich, dass Rito Pedersen sich schon sehr

Inhaltsverzeichnis

lange mit seiner Harfe beschäftigt und er mit diesem Instrument unzertrennlich verbunden ist.
Als er seine Harfe erklingen ließ, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Besonders eindrucksvoll war sein Stück
Moliendo Cafe. Es handelt von den Frauen seines Landes, die Kaffeebohnen mahlen. Der Künstler ließ durch Klopfen auf das Holz seiner Harfe sogar das Geräusch der fallenden Kaffeebohnen in der Mühle hörbar werden.
Viele bekannte Melodien, die er spielte, klangen einerseits sehr vertraut und doch so ganz anders.
Am Ende erklatschte sich das Publikum noch eine Zugabe. Der feinfühlige, südamerikanische Ausnahmemusiker wählte für diese Gelegenheit die Melodie eines deutschen Volksliedes. Für das Lied „Guten Abend, gute Nacht" bekam er nochmals stürmischen Applaus.
Es war wunderbar, Rito Pedersen erleben zu dürfen. Wir können stolz sein, dass er uns und unsere schöne Kirche mit seiner sensiblen Musik ein bisschen verzaubert hat.

Heidi Ingeborg Runkel