|
|
|
|
|
Habt Mut und seid unverzagt! Was geschieht in Partenheim? Ein Dorf von gut 1.600 Einwohnern, überschaubar, ein Nest im positiven Sinne, in dem fast jeder jeden kennt und soziale Strukturen noch funktionieren. Und dann dies: Zahlreiche Fälle von Sachbeschädigung, Tierquälerei, Diebstahl, Brandstiftung, Hausfriedensbruch und Vandalismus sind in den letzten Wochen und Monaten in unserem Ort geschehen. Öffentliches Eigentum war dabei ebenso betroffen wie privates. Was passiert hier? Niemand will etwas gesehen oder gehört haben! Ist es die Sorge, das eigene Haus, das eigene Auto könnten das nächste Ziel sein? Ist es die Rücksicht auf die Familien der Täter, die die Augen- und Ohrenzeugen schweigen lassen? Ein fataler Fehler! Jeder muss irgendwann für sein Handeln die Konsequenzen tragen. Wenn diese Konsequenzen aber ausbleiben, so steht zu befürchten, dass es weitergehen wird. Jugendliche brauchen Grenzen - und Menschen, die ihnen ihre Grenzen deutlich aufzeigen. Die Gerüchteküche brodelt, Verdächtigungen machen die Runde. Manch Jugendlicher steht inzwischen unter Generalverdacht, vielleicht zu unrecht. Sind es wirklich immer dieselben, die diese sinnlosen Taten begehen? Viele Fragen sind offen, auch die nach dem Warum. Ist es die Langeweile während der langen Ferien, der übermäßige Alkoholgenuss, vielleicht Wut?
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Es reicht! Ihr, die ihr diese schlimmen Taten begangen habt, hört endlich auf! Es kann von euch erwartet werden, dass ihr euer Fehlverhalten einseht, euch bei den Geschädigten entschuldigt und den angerichteten Schaden wiedergutmacht! Habt den Mut dazu! Gefragt sind aber auch die anderen, die Mitwisser sind und dadurch zu Mittätern werden. Sie sollten ihr Schweigen brechen und das offen ansprechen, was sie gesehen und gehört haben. Habt den Mut dazu! Liebe Eltern, achtet auf eure Kinder, die ihr doch liebt - wisst ihr eigentlich, was sie tun, wenn sie nachts durch die Gassen ziehen? Stellt ihnen diese Fragen, auch wenn sie unbequem sind. Habt den Mut dazu! Unser überschaubares Partenheim bietet durch seine Struktur auch in dem Prozess der Aufklärung eine Chance - ein offenes Miteinander kann helfen, das Vertrauen zueinander wiederherzustellen. Und es gibt Menschen, die helfen können und auch wollen, die zuhören und mit anpacken. Für diejenigen, die Gesprächsbedarf haben bzw. Hilfe benötigen, stehen folgende Adressen zur Verfügung: Evangelisches Pfarramt, Tel. 8988; Jugendbüro 06130/6450 Beratungsstelle des Diakonischen Werks Alzey, Frau Schulze, Tel. 06731-95030; Psychosoziale Beratungsstelle Reling Nieder-Olm, Tel. 06136-922280. Habt Mut!
Anke Hofer
|
|
|
|
|
|