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Herr, es ist Zeit: der Sommer war sehr gut ... So beginnt ein Rilkegedicht und sehr gut empfinden wir den Sommer: Angefüllt mit Fülle an Farben, Früchten, ja mit pulsierendem Leben, draußen in der warmen Natur. Aber jetzt Anfang September, nach dem Sommer, wird dennoch wieder deutlich: es wird früher dunkel ,die Abende werden länger, eine andere Jahreszeit steht bevor: der Herbst mit seiner ganz eigenen Melancholie. Deutlich wird jetzt schon, dass alles seine Zeit, dass die Fülle und die Prallheit des Sommers schon bald ein vorläufiges Ende erfährt. Vorbei dann die Zeit der Gartenfeste, der Begegnungen draußen in der Natur oder im Schwimmbad. Man zieht sich wieder mehr zurück in die Abgeschiedenheit des häuslichen Lebens und freut sich auf gemütliche Abende daheim. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr: Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, heißt es weiter bei Rilke. Der Herbst ist auch die Zeit des Nebels, des Regens, der Dunkelheit, noch ohne den vorweihnachtlichen Glanz. Für die, die alleine sind, werden die langen Abende schnell zum Albtraum der Einsamkeit. Und die sich verändernde Natur zeigt deutlich an, dass auch unser Leben endlich ist. Nicht umsonst fallen einige Gedenktage in diese Jahreszeit. Einsamkeit wird jetzt deutlicher. Vielleicht überlegen wir mal, ob wir
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