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Klimawandel - und nun?

er Februar geht zu Ende, die Tage werden länger, Schneeglöckchen und Krokusse blühen längst. Wir freuen uns auf das Frühjahr - ohne einen Winter erlebt zu haben. Dieser fiel so mild aus wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Jeder Monat hinsichtlich des Wetters ein neuer Superlativ! Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Klimawandel, der von Umweltschutzverbänden seit Jahrzehnten befürchtet wird, längst im Gange ist. Naturkatastrophen wie Stürme, Dürren und Überschwemmungen häufen sich, die Gletscher schmelzen dahin, die Tierwelt und die Vegetation verändern sich. Es wird erwartet, dass der Meeresspiegel ansteigt und neue Fluchtbewegungen auslösen wird. Was noch vor wenigen Jahren als Panikmache abgetan wurde, wird heute von allen politischen Parteien als Tatsache akzeptiert und kein seriöser Wissenschaftler zweifelt noch daran, dass die Menschheit für den Klimawandel verantwortlich ist.

  • Schade, dass unsere Politiker nur halbherzig über Maßnahmen nachdenken, den Energieverbrauch und damit Emissionen von klimaschädlichen Gasen zu reduzieren.
  • Schade, dass die Industrie die anspringende Konjunktur nicht stärker dazu nutzt, um in Umwelt- Technologien zu investieren.
  • Schade, dass viele Autofahrer es schick finden, spritschluckende Geländewagen als Statussymbol zu fahren und die Werbebranche umweltschonende Kfz noch nicht entdeckt hat.

  • Schade, dass in Mainz demnächst ein Kohlekraftwerk gebaut wird, das das Klimagas CO2 in großen Mengen ausstoßen wird.
  • Schade, dass einige Politiker in der Kernkraft die Lösung des Klimaproblems sehen.
  • Schade, dass sich nur wenige für Photovoltaikanlagen oder andere regenerative Energiequellen interessieren.
  • Schade, dass wir Verbraucher oft einfach zu bequem sind, um uns verantwortlich zu verhalten.
Doch zu spät ist es deswegen nicht! Diese Hoffnung sollen und dürfen wir im Interesse unserer Kinder und Kindeskinder nicht aufgeben. Jeder von uns hat die Freiheit sich zu entscheiden, jeden Tag wieder neu. Es sind eben auch die vielen kleinen Dinge, die etwas bewirken können, wenn viele mitmachen, und nicht nur die Taten der Großen und Mächtigen. Das fängt mit dem Heizen, Lüften und Beleuchten unserer Wohnung an, mit unseren Einkaufs-, Wasch-, Putz- und Kochgewohnheiten wie auch mit unserer Art mobil zu sein. Jeder kann etwas tun, ohne auf viel Komfort verzichten zu müssen, etwa bei vielen Elektrogeräten, die im Standby-Betrieb viel Energie verbrauchen, ohne dass wir einen Nutzen davon haben.
Informationen darüber, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, das Klima zu schützen, finden sich z. B. unter www.klimaschuetzen.de, einer Seite des Umweltbundesamtes.

Anke Hofer