Inhaltsverzeichnis

klagt. Größer, höher, weiter ist längst mehr als ein olympisches Motto, dem viele Wertmassstäbe geopfert werden.
Fast wirkt das bedrohlich auf mich. Vergessen wir denn ganz unsere Wurzeln? Wissen wir noch woher wir kommen und wohin wir gehen?
Advent, das ist auch eine Zeit der Suche, der Selbstbesinnung. Advent kann uns vorbereiten auf das ganz Wesentliche. Alle Sehnsucht und Melancholie dieser Tage gehören zu unserer Suche dazu. Und ganz sicher, wir alle ahnen das Ziel:
War es nicht schön Kind zu sein? War es nicht gut, klein zu sein? Bei der Erinnerung an die Kindheit werden wohl die meisten zustimmen, als Vorschlag für ein gesellschaftliche und politische Umdenken wird dieser Satz sicher viel Kopfschütteln hervorrufen.
Doch ich bin davon überzeigt: das ist der Weg. Das ist der Weg, den Gott uns Menschen gezeigt hat, den auch wir gehen können, der auch uns an ein gutes Ziel führen wird:
Siehe, ich verkündige euch große Freude,  denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Gesegnete Zeiten wünscht Ihnen

Liebe Leserin, Lieber Leser,
schon wieder ein Jahr vorüber, viel Neues hat das vergangene Jahr gebracht, meine Töchter sind ein Jahr größer geworden, ich bin ein älter.
Und wieder ist es wieder Advent geworden, und wieder hat dieser Advent diese eigentümliche Stimmung mit sich gebracht. Diese Mischung aus Sehnsucht und Hoffnung, aus Traurigkeit und Vorfreude. Immer wieder im Advent, jedes Jahr. Und das obwohl in den Supermärkten schon seit den Sommerferien Advent ist, spätestens seit 'Haloween'.
Nein, es ist gar nicht der Rummel und das Getöse von außen, das diese Adventsstimmung hervorbringt, es ist etwas von ganz tief innen.
Erinnerungen werden wach, wie das früher war, an die eigene Kindheit, der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, die Geheimnisse in der Küche, die fröhlichen wie besinnlichen Lieder.
Schön war das. So richtig Kind sein. Das ist vielleicht die wichtigste Erinnerung an früher. Ob da diese merkwürdige Sehnsucht herrührt? Wieder Kind sein zu wollen. Alle Verantwortung unseres Alltags ablegen, sich Geheimnissen aussetzten ohne sie ergründen zu wollen, ganz klein sein zu wollen?
Das passt gar nicht in unsere tägliche Melodie, die nach Wachstum ruft und die schwierigen Zeiten be