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Liebe Leserin, Lieber Leser, schon wieder ein Jahr vorüber, viel Neues hat das vergangene Jahr gebracht, meine Töchter sind ein Jahr größer geworden, ich bin ein älter. Und wieder ist es wieder Advent geworden, und wieder hat dieser Advent diese eigentümliche Stimmung mit sich gebracht. Diese Mischung aus Sehnsucht und Hoffnung, aus Traurigkeit und Vorfreude. Immer wieder im Advent, jedes Jahr. Und das obwohl in den Supermärkten schon seit den Sommerferien Advent ist, spätestens seit 'Haloween'. Nein, es ist gar nicht der Rummel und das Getöse von außen, das diese Adventsstimmung hervorbringt, es ist etwas von ganz tief innen. Erinnerungen werden wach, wie das früher war, an die eigene Kindheit, der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, die Geheimnisse in der Küche, die fröhlichen wie besinnlichen Lieder. Schön war das. So richtig Kind sein. Das ist vielleicht die wichtigste Erinnerung an früher. Ob da diese merkwürdige Sehnsucht herrührt? Wieder Kind sein zu wollen. Alle Verantwortung unseres Alltags ablegen, sich Geheimnissen aussetzten ohne sie ergründen zu wollen, ganz klein sein zu wollen? Das passt gar nicht in unsere tägliche Melodie, die nach Wachstum ruft und die schwierigen Zeiten be
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