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Bis zum Sommer 2004 war Herbert D. Jess Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Philippinen. Zu den wichtigen Aufgaben des Botschafters gehört das Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei besuchte er auch das Dorf der Kinderhilfe Philippinen.

beizustehen und ihnen eine Grundlage zu vermitteln, die sie ihr schweres Los zu meistern hilft. Ich habe Vorhaben wie das von Jürgen Schneidt und seinen vielen Helfern in Deutschland und vor Ort betriebene Kinderdorf als einen Segen für die Betroffenen empfunden.
Im Juli vergangenen Jahres konnte ich zusammen mit meiner Frau einen Tag in Padre Burgos verbringen und dabei auch das Angebot von Jürgen Schneidt wahrnehmen, in seinem auf dem Gelände des Kinderdorfes errichteten Heim zu übernachten. Dieses Mal konnten wir allen Häusern, in denen Kinder und Betreuerinnen unter gebracht sind, einen Besuch abstatten und uns von der freundlichen Atmosphäre, in der alle Beteiligten dort leben, ein lebendiges Bild machen.
Wir verabschiedeten uns mit der Gewissheit, dass den Kindern hier in diesem entlegenen Ort auf den Philippinen eine echte Chance eröffnet wird.
Herbert D. Jess

Vor etwa zwei Jahren habe ich mich das erste Mal nach Padre Burgos aufgemacht. Überall wo wir hinkamen, begrüßten uns Schulkinder mit philippinischen und deutschen Fähnchen, und es war bei all der Begeisterung zu spüren, dass die Betroffenen auch einmal offiziell ihre Dankbarkeit zeigen wollten für die Hilfe, die sie über die Jahre aus Deutschland erhalten haben.
Höhepunkt unseres Besuchs war das Programm, das die Kinder des Kinderdorfes vorbereitet hatten. Es zeigte uns, mit welcher Hingabe Betreuer und Kinder zusammengewirkt hatten, um ihren Gästen eine sehenswerte Veranstaltung zu bieten. Erlebnisse dieser Art beweisen auch, wie erfolgreich Bemühungen sein können, den vielen alleingelassenen Kindern in ihrer Hilflosigkeit