Die einfachen Dinge

greifen, eintreten. Inmitten steht eine brennende Kerze und zaubert warmes, einladendes Licht. Wie schön: ein geöffneter Raum in dessen Mitte Licht und Wärme Geborgenheit vermitteln. Warm wurde mir dabei und ich dachte, wie gut es sei, wenn Menschen ihre Türen und Herzen öffneten um andere an ihrem wärmenden Inneren teilhaben zu lassen. Welche Freundlichkeit und Friedfertigkeit ginge davon aus. Wie viel Heilung geht von einem Blick aus, dem ein offenes Herz seine Tiefe gibt! Und wie einfach das doch ist. Und wie großartig! Wie gut geht es mir damit, wenn ich mich öffne, andere eintreten lasse, heranlasse an mich. Wenn dadurch eine wirkliche Beziehung zu einem Menschen entsteht, dann habe ich einen unglaublichen Gewinn - vielmehr als ich je verdienen könnte. Es gehört gar nicht viel dazu. Was immer ich auch gesehen und erlebt habe, nichts kommt an die Intensität der Nähe zu Menschen gleich. Da erscheint mit in der Tat nichts größer, denn darin offenbart sich in uns die Liebe Gottes zueinander.
Und deshalb ist die Karte eben doch nicht nur für die Weihnachtszeit bestimmt. Denn wenn diese Gottesliebe in uns nur Gültigkeit in einer dunklen, feierlichen Zeit hätte, dann wäre sie uns zu gar nichts nütze.

Kirsten Budde 

Letztens wühlte ich einen Stapel Postkarten durch und wurde von einem Motiv besonders berührt. Eine Laterne in Sternform, offen mit einer Kerze inmitten. Daneben der Satz: „Je intensiver man lebt, desto deutlicher sieht man, dass die einfachen Dinge, die wahrhaft Größten sind."
Im ersten Moment dachte ich, nö, die ist für Weihnachten!  - Aber dann besann ich mich und sah genauer hin.
Die Sternlaterne hat ein Mittelsegment, das geöffnet ist - wie eine geöffnete Tür, man kann ins Innere

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