Konzert

Nunmehr zum dritten Male kommt Rito Pedersen mit seinem bildhaften, lautmalerischem Spiel mit perlenden Klängen, Spielwitz und temperamentvollen Läufen nach Partenheim.

Harfenkonzert
Rito Pedersen
Sonntag
19. Dezember 2004 20:00h
Evangelische Kirche Partenheim

Bei "Payaro campana", Glockenvogel, einer Eigenkomposition des Künstlers aus Paraguay, erlebt der Zuhörer durch die Klänge, wie sich die Vögel auf den Mangobäumen sammeln, wie der eine den anderen ruft. In "El condor pasa" zieht dieser Vogel der Anden durch das Kirchenschiff, "Mate Amargo" beschreibt klangvoll das fröhliche Trinken der Indios. Pedersen bringt auch die Eisenbahn, die die Deutschen vor 250 Jahren nach Paraguay brachten, auf den 38 Saiten mit hinreißender Klangfülle zum Fahren.
Rito Pedersen stammt aus armen Verhältnissen in Paraguay und entdeckte seine Liebe zur Harfe im Alter von sechs Jahren in seiner Geburtsstadt, in der eine Fabrik diese Instrumente herstellte. Da seine Eltern sich kein Instrument für ihn leis

ten konnten, stiftete der Fabrikant ein Instrument zum achten Geburtstag des Jungen. Von da an brachte er sich alle Lieder und Techniken im Selbststudium bei. Pedersen kann bis heute keine Noten lesen, ist aber in Paraguay Professor für Harfenmusik, wenn er nicht für sein Land und seine Kunst auf Tournee in europäischen Ländern weilt.
Bereits 1986 wurde Pedersen zum besten Harfenspieler Südamerikas ernannt, 2001 erfolgte die Auszeichnung der UNESCO für Pflege und Verbreitung indianischen Brauchtums.

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