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oder auch einer Pflanze normalerweise beim Wachsen zuschauen könnten. Doch die Uhr tickt einfach weiter, ohne unser Zutun, ohne uns zu fragen, ob uns das recht ist, oder was wir eigentlich noch haben oder tun wollten. Eine Zeitspanne Leben ist uns geschenkt - keine und keiner weiß, wie lang sie für die einzelne Person ist. Ob wir morgen noch weitermachen können oder schon „das Zeitliche gesegnet haben" - wir wissen es nicht und haben es letztlich auch nicht in der Hand. „Du bist für mich Gott - meine Zeit liegt in deinen Händen", so sagten es Menschen in den Anfangszeiten unserer Bibel. Sicher haben sie damit ähnliche Erfahrungen ausgesprochen, wie die unseren. Haben aber wohl entdeckt, wie erleichternd es sein kann, einen Teil der Last in anderen Händen zu wissen, als den eigenen. Die Ohnmacht einzugestehen und zu zu geben: unsere menschlichen Hände sind hier zu wenig. Nicht wir allein können an der Lebensuhr eines Menschen drehen - wir sind nicht dafür verantwortlich, dass manche von uns nur wenige Stunden oder Jahre alt werden, andere dagegen mehrere Jahrzehnte. Dass bei den einen die Medizin Entscheidendes bewirkt - bei anderen dagegen nicht. Wir können eben viel tun, viel bewirken, planen und machen - aber nicht alles. Und das ist gut so - sonst hätte unser Über-Mut
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keine Grenzen und die Zuwendung, das Mitgefühl zu anderen - letztlich die Liebe keine Chance. Was wir wirklich tun können und sollen, ist unsere Zeit, den Zeit-Raum, der uns persönlich zur Verfügung steht, so zu leben, dass wir verantworten, dass es geschenkte Zeit ist. Dass wir Gott antworten, indem wir unsere Zeit mit gutem, den Menschen und der Schöpfung zugewandtem Leben füllen. Uns ab und zu gönnen, der Zeit den Raum zu öffnen und einfach mal Nichts-Tun. Und natürlich: dass wir sie wertschätzen - jede Minute, jede Sekunde der uns geschenkten kostbaren Zeit. Vielleicht gelingt das, wenn wir uns die Jahreslosung zum neuen Jahr 2006 bewusst machen. Gott verspricht uns darin: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht." Unsere Zeit kommt aus diesen Händen und bleibt darin zuverlässig aufgehoben - im Leben und im Sterben und auch in jedem anderen Moment unseres Lebens. Meine Zeit fühlt sich so schon ganz anders an - Ihre nicht auch? Mit den besten Wünschen für gesegnete Füllung Ihrer Zeit-Räume Ihre
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