Vorwort

Denn alles Vorhaben und alles Tun hat seine Zeit.

Prediger 3, 17

Liebe Leserin, lieber Leser,
Zeit - Zeitmanagement - Zeitenwechsel - Zeiterscheinung - Zeitverschwendung - Zeitersparnis: ein Thema liegt in der Luft. Einer der Gründe könnte sein, dass viele von uns wieder einmal festgestellt haben: sie vergeht viel zu schnell: Schon wieder feierten wir Silvester, dabei haben wir doch gerade erst den letzen Jahreswechsel begangen. Entschleunigung ist eines der Zauberwörter unserer Zeit. Wir versuchen aufzuhalten und festzuhalten, was wir erleben. Doch egal, ob wir sie sparen, be- oder entschleunigen, ob wir sie versuchen zu managen, weil wir nicht mehr mit ihr zu Rande kommen - wir Menschen versuchen zu manipulieren, was wir nicht beherrschen können. Was uns bedrohlich erscheint oder ängstigt, versuchen wir zu kontrollieren auf die eine oder andere Art.
Dabei hat schon Albert Einstein entdeckt, dass Zeit keine feststehende Größe ist, dass sie abhängig ist von äußeren Bedingungen, von Standpunkten: „relativ" eben. Sicher haben wir alle schon erlebt, dass wir sie ganz unterschiedlich erleben. Wenn wir es eilig haben, viel hineinpacken wollen in einen Zeitraum, dann „rennt" sie uns davon, der Zeitraum schrumpft zusammen für unser Empfinden. Wenn wir im Urlaub selig in den Tag hinein leben, sind wir mit ei

Inhaltsverzeichnis

Foto: www.freeimage.co.uk/NASA

nem Mal weit weg von allem und die Tage erscheinen endlos und weit. Zum Schluss stellen wir allerdings wieder fest, dass „die Zeit viel zu kurz war" - vielleicht weil wir nicht so viel „geschafft" haben zu tun in dieser Zeit?
Vielleicht kennen Sie auch das Gefühl, wenn Sie ein Kind nach längerer Zeit wieder sehen und Sie haben angesichts der Veränderung und der Größe des Kindes das Gefühl , dass es geradezu „sprunghaft" passiert ist. „Wo ist nur die Zeit geblieben" fragen wir dann, als ob wir einem Kind

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