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Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind ..." So singen es Kinder und Erwachsene, wenn im November die Zeit der Martinszüge gekommen ist. Das Lied erzählt eine „Schlüsselgeschichte" aus dem Leben des Martin: Als Sohn eines römischen Militärtribunen im Jahr 316 n. Chr. geboren und selbst römischer Offizier, begegnet er in der römischen Provinz Gallien einem frierenden Bettler und zerschneidet seinen Soldatenmantel, um dem Bettler ein wärmendes Kleidungsstück zu verschaffen. Martin ist zu dieser Zeit noch kein Christ. Er ist als Katechumene auf dem Weg, den christlichen Glauben kennen zu lernen. Taufen lässt er sich erst später. Als Bischof von Tours (seit 371) wurde Martin von seinen Mitbischöfen geschnitten, weil er wie ein Mönch in einer einfachen Hüte lebte und bis zu seinem Tod im Jahr 397 daran festhielt, dass Andersgläubige nicht mit Gewalt „überzeugt" werden dürften.
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