Gemeinde leben

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Emmi Hackmer erzählt vom Arbeiten im Weinberg um 1930

Dann hat man das zweite Mal gehackt ('gerührt'). Inzwischen waren die Reben hochgewachsen und mussten angebunden werden ('geheftet'). Dazu brauchte man 'Heftbizzel'. Die wurden im Winter hergestellt: aus Kornstroh. Das Korn (Roggen) musste mit dem Dreschflegel handgedroschen sein. Die Heftbizzel sind am Ortsbrunnen oder zuhause mit der Gießkanne sehr nass gemacht worden und anschließend getreten, ungefähr zehnmal vorwärts und zehnmal rückwärts. Dann wurden sie wieder abgegossen, so dass das Stroh sehr geschmeidig war. So ließ es sich gut binden. Die Schleife musste auch gelernt sein. Die Heftbizzel kamen dann in das sogenannte 'Grastuch'. Das war ein viereckiger Lappen mit vier Bändern, die man am Körper befestigte.

Im Spätsommer wurden die Wingert mit der Sichel oder einer Schere abgeschnitten ('gegipfelt'). Das abgeschnittene Laub wurde auf Haufen geworfen, mit der Gabel herausgetragen und auf den Wagen geladen. Das war gutes Futter für Kühe und Schweine.
Dann kam der Herbst. Die Lese stand bevor. Jetzt kamen die Holzbütten in den Hof. Die wurden mit nassen Säcken behängt bis sie wieder dicht waren. Die Kelter wurde mit Kelterlack gestrichen und auch die Eimer - innen weiß und außen grün-, auch das kleine Aufschütt

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Frau Hackmer für Ihre Bereitschaft im Kirchenboten zu schreiben. Gerne nehmen wir auch Ihren Beitrag auf!

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