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Liebe Leserin, lieber Leser,
Wieder mit etwas Verspätung halten Sie Ihren Kirchenboten in der Hand. Leider sind manche Dinge eben nicht gänzlich planbar. Weder Technische noch menschliche.
Die aktuelle Ausgabe des Kirchenboten leuchtet gleichsam in die nächsten Tage und Wochen.
'Lasst uns Licht sein', das Motto des Welt gebetstages und 'Lichtblicke', das Motto der diesjährigen Fastenaktion sind die Schlagworte, die uns begleiten werden. Solche Lichtblicke sind bitter nötig in unserer Alltagswelt. Noch sind uns allen die schrecklichen Bilder der Erdbeben und Flutkatastrophe in Südostasien in den Weihnachtstagen vor Augen. Neues Kriegsgeschrei erschüttert die Welt, immer weiter haben Menschen in unserem Land keine Arbeit, immer höher werden die Profite einiger Weniger. Leid und Ungerechtigkeit Allerorten, in ganz verschiedenen Größen ganz sicher, aber doch überall spürbar.
Das Motto des Kirchentages
'Wenn dein Kind dich morgen fragt ... 
(5. Mose 6,20)', rüttelt mich als Vater noch weiter auf: was ist das für eine Welt, die ich meinen Kindern hinterlasse? Egoistisch, Leistungsorientiert, Profitbewusst, Dunkel.
Bei allem stößt es mich vor allem auf die Frage, was ich tun kann? Bin ich das kleine unwichtige Rädchen

im System oder vielleicht doch mehr?
'Ich glaube, dass ich von Gott gebraucht werde, um etwas in Gottes Namen zu tun.' So heißt die Antwort unserer diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden! Wir sind nicht willenlose Marionetten, sondern mündige Menschen, die tagtäglich vielmals die Wahl haben.
Wir können uns dem Zeitgeist hingeben, doch noch immer gilt:

Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. (Mt 6,24). Unsere Entscheidung, unser Einsatz ist gefragt Tag für Tag. Jedes noch so kleine Rädchen hat eine Funktion für das Ganze. Und wir alle haben Perspektive in Gottes Namen zu handeln.
Das ist letztlich die Osterbotschaft von der Auferstehung Christi! Gott ist bei uns in jeder Situtuation und wir können daraus Kraft schöpfen wir unser Leben. Das Licht, das von der kleinen Krippe in Bethlehem ausgegangen ist leuchtet über das Kreuz und dem weggerückten Stein bis in unseren ganz privaten Alltag.

Darum lasst uns gerade bei allen Katastrophen immer wieder Licht sein und uns und anderen Lichtblicke schenken!
Herzlichst Ihr

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