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Liebe Leserin, lieber Leser,
Jahr für Jahr das Gleiche: Ende November beginnen meine Kinder jeden Morgen aufgeregt zu fragen: 'gibt es heute Schnee?' Ich denke sie stehen nicht alleine, mit dieser Hoffnung. Weiße Weihnacht ist für viele Menschen eine Traumvorstellung. Ich frage mich, woran das liegen mag. In Palästina vor zwei Jahrtausenden hat vermutlich kein Schnee gelegen, die Wetterforscher belegen sogar, dass es in unserer Region seit Beginn der Messungen höchstens jedes zehnte Jahr an Weihnachten schneit. Warum also haben wir diese Sehnsucht nach weißen Weihnachten? Vielleicht liegt es daran, dass der Schnee unsere Welt so sonderbar verändert. Lautlos und sanft legt sich der Schnee über unseren grauen Alltag. Verhüllt alles, vor allem, das, was wir nicht so gerne sehen und deckt seinen weißen Mantel darüber. Was nicht in Ordnung war, wie die vergessene Baustelle im Garten, zeigt sich noch als mild schillernde Hügellandschaft, und was uns gut gefällt, wie die frisch bepflanzte Blumenschale erhält eine ganz neue, bizarre Schönheit. Alles ist gut, die Welt ist heller, wenn Schnee liegt. Genau das ist unsere Hoffnung an Weihnachten: Gott wird unsere Welt heller machen. Alles wird gut werden, denn 'siehe, ich verkündige euch große Freude'! Ich denke unser Glaube, das kleine Kind in der Krippe bringt den Menschen Frieden auf die Erde, zeigt sich in unserer Sehnsucht nach weißer Weihnacht. Die Veränderung unserer Welt in eine romantisch friedliche weiße Winterlandschaft, sie mag uns auch Anreiz sein, unsere Welt tatsächlich zu verändern. Tag für Tag und Stückchen für Stückchen. So wie viele kleine Schneeflocken eben. Jedes Kristall für sich genommen einzigartig und doch kaum messbar Doch in der Summe ein prächtiges Kleid der Welt. So können auch wir Menschen gemeinsam der Welt ein neues Antlitz geben. Ein freundliches Lachen, ein gutes Wort, ein offenes Ohr, das sind unsere Kristalle. Auch die können hell funkeln. Es liegt an uns! Ein friedvolles Weihnachtsfest unter Gottes gutem Segen wünscht Ihnen Ihr
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