Seite 2 Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

einmal über den Wolken schweben - dort, wo die Freiheit wohl grenzenlos ist.
Ein Stück Himmel ergattern und wenn man ihn hat, dann Augen zu und festhalten. Manchmal werden Träume wahr...
Wohin wollen Sie eigentlich?
Diese Frage zielt auf Zukunft. Doch am Ende eines Schuljahres sind nicht nur Erfolge und nicht nur Vize-Titel zu feiern. Vielen fiel die grenzenlose Freiheit, das kleine Stück Himmel auf den Kopf, und es gibt bittere Niederlagen.
Wohin wollen sie eigentlich?
"Ganz nach oben - an die Spitze meiner Karriere - in den Himmel - in den Urlaub - weg von Problemen" - solche Antworten kommen in den Sinn. 
Seilbahngondeln! Ganz langsam und stetig geht der Weg bergan - scheinbar ohne jede Anstrengung.
Beeindruckt hat mich, wie die Höhe an Raum gewinnt und wirkt - vor allem wenn die Gondel stehen bleibt und im Wind ein wenig schaukelt. Dieses Kribbeln im Bauch und der begeisternde Panoramablick im Wechsel - ganz angstfrei ist die Höhe nie zu haben! Doch wenn die Gondel aufsteigt durch die Wolken dem Himmel empor - dann erscheint ein Stück Himmel zum Greifen nahe.

Sie und ich wissen, dass so unsere Karrieren, zumindest die Berufskarrieren, nicht verlaufen. Vielleicht taten sie das nie. Das weiß ich nicht. Was ich weiß, ist nur, dass der Traum vom Stück Himmel für viele Menschen sehr schnell ausgeträumt ist.
Gerade aktuell ist die Diskussion um unser Bildungswesen. Die Pisa-Studien. Viele Analysen, viele Vorschläge was geändert werden muss. Programme werden aufgelegt werden, gleich von welcher Regierung - aber wissen wir eigentlich, wohin wir wollen?
Mit der Bildung und Erziehung? Ich höre noch deutlich dem gut gemeinten Satz meiner Eltern: „Dir soll es einmal besser gehen". Und ich merke wie er mir meinen Kindern gegenüber manchmal auch in den Sinn kommt und wie sehr ich ihn mir verkneifen muss:
Immer noch besser?
Wohin wollen wir eigentlich?
Ist da, so weit 'oben' noch Himmel in Sicht?
Oder gibt es in dem immer besser nur noch einen eher trüben Blick nach ‚unten'.
Gleich, ob der Blick nach oben oder unten gerichtet ist, leicht wird die Sicht geradeaus, der Blick für das hier und jetzt getrübt.
Die Frage nachdem wohin verdeckt leicht die Frage nach dem Woher. Die Frage nach dem fes