|
|
|
|
|
Sieben Wochen lang bedenken Christinnen und Christen den Weg des Leidens Jesu. Jahr für Jahr ist diese Zeit vor Ostern geprägt von der Erinnerung an seine Art zu leben. Er brachte die Liebe Gottes auf die Erde. Besonders k kümmerte er sich um die Schwachen. Er liebte bis ans Ende und betete noch am Kreuz für seine Feinde. Er rief Menschen in seine Nachfolge und gab ihnen erstaunliche Ratschläge mit auf den Weg. Ich höre sie heute auch so: Versteckt euch nicht, verschweigt die Friedensbotschaft Gottes nicht! Sagt deutlich, was gesagt werden muss, mischt euch in die öffentlichen Dinge ein! Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Technik dürfen nicht meinen, sie könnten mit den Menschen und mit Gottes Erde tun, was sie für richtig halten. Fürchtet euch nicht vor dem tödlichen Chor der Heutigen! Sie werden euch altmodisch nennen, wenn ihr in der modernen Welt anfangt, von Gott zu reden. Sie werden euch für naiv halten, wenn ihr angesichts des Fortschritts von Me
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
dizin und Gentechnik Ehrfurcht vor allem Leben fordert. Sie werden euch für inkompetent erklären, wenn ihr in der Gesellschaft der Ellenbogen das Recht der Schwächeren betont und gut für die Fremden sprecht. Macht euch nichts draus! Setzt die Liebe dagegen! Widersteht der Bosheit des Immergrößer und Immermehr! Seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt! Von der grenzenlosen Liebe Jesu möchte ich gern leben. Ich will ihm folgen auf dem Wege, den er voranging, auch wenn man mich einen Querkopf oder einen Narren nennt, auch wenn man mich ausgrenzt und isoliert. Ich will mich von niemandem mundtot machen lassen. Denn es darf ja nicht alles so bleiben, wie es ist. Es muss auch nicht alles so bleiben. Die Tage von Karfreitag bis Ostern, der Mann am Kreuz erinnern und jedes Jahr aufs neu an diesen unseren Auftrag. In diesem Sinne wünsche ich ihnen ein gesegnetes Osterfest.
|
|
|
|
|
|