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Evangelische
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Das Fest des Kindes

Wir feiern es jedes Jahr wieder. Wir feiern es, gleich, ob wir in fester Verbundenheit mit der christlichen Kirche leben, oder nicht. Gleich, ob wir viel halten vom Bewahren von Traditionen, oder nicht. Die meisten mögen es sogar möglichst traditionell - mit Weihnachtsbaum, Familienessen und Gottesdienst mit Krippenspiel. Vor allem die sonst kritischen Stimmen lassen verlauten, dass sie doch mal wieder die schönen alten Weihnachtslieder singen wollten, statt der neuen modernen.
Für mich ist das in jedem Jahr wieder ein faszinierendes Erlebnis. Was ist dran an diesem Fest, das es davor bewahrt, in Konsumrausch und Kitsch unterzugehen oder einfach zu verschwinden wie so viele andere unserer kirchlichen Feste.
Natürlich ist es ein Fest nicht nur des Kindes, sonder auch der Kinder. In vielen Familien verliert es an Glanz, wenn die Kinder aus dem Haus sind und gewinnt wieder, wenn die Enkelkinder da sind und mit staunenden Augen in die Lichter sehen.
Das vorbehaltlose Staunen der Kinder - vorbehaltloses Staunen über die Kinder. Sicher haben Sie schon einmal beobachtet, wie sich die Gesichter der Erwachsenen verwandeln, wenn sie ein Kind anschauen. Die Gesichtszüge wer

den weicher, offener, zärtlicher und humorvoller. Die Augen öffnen sich, um alles mit zu bekommen, was das Kind tut oder sagt - fast wie bei dem Kind... So habe ich es vielfach beobachtet bei - fast  -
allen Erwachsenen.
Doch - es gibt sie, Menschen, die von der Verletzlichkeit und Offenheit eines Kindes nicht angerührt werden. Die verschlossen sind vor diesen kleinen Menschen, die das Leben noch vor sich haben, an denen sich das Wunder des Wachstums noch ereignen wird. Gründe gibt es sicher viele, warum sich ein Mensch davor verschließt, im Innersten angerührt zu werden. Meist sind es schlimme Erfahrungen, die sie oder er  in der eigenen Kindheit gemacht hat. Denn nicht alle Kinder sind umgeben von Fürsorge, Verständnis und Wärme, die sie zum Gelingen ihres Lebens brauchen. Bei uns und auch woanders in der Welt gibt es Kinder und erwachsene Kinder, die an ihrem Dasein leiden, sich vor einer feindlich erscheinenden Welt verschließen müssen. Die Angst haben und ihr Innerstes schützen müssen. Nichts hinein und heraus lassen mögen. Und dann auch nicht wirklich wachsen können.
Erfahrungen von Gewalt und Verlassenheit lassen Menschen verkümmern wie trockene Pflanzen. Lassen sie zu unfertigen und oft