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Liebe Leserin, lieber Leser, bald feiern wir das Erntedankfest. Hier in Partenheim und Vendersheim, wie in ganz Rheinhessen gewissermaßen sogar zweifach: am kalendarischen Termin und vier Wochen später, nach dem ‚Herbst' die Erntedankgottesdienste in der Kirche. Dieses Erntedankfest stellt etwas klar: Ohne Gott gäbe es nichts zu ernten. Die Ernte eines Jahres, Ernte eines Lebens - jede und jeder denkt anders über Ernte nach. Winzer anders als Schichtarbeiter, Gesunde anders als Kranke. Ebenso unterschiedlich sind die Formen des Dankens - jede und jeder denkt anders über den Dank nach. Manches ist für den einen selbstverständlich, wofür andere tief dankbar sind. Natürlich drückt sich die Dankbarkeit auch in Taten aus wie dem Einbringen der Erntegaben zu den Gottesdiensten, aber zuerst einmal ist die Dankbarkeit eine Lebenseinstellung, etwas, das in und mit uns passiert. Dank, das ist die Summe der Erfahrungen, die wir von einem Erntedankfest zum anderen mit Gott machen. Ich denke, in unserer Hi-Tech-Welt fällt es auch in unseren kleinen, ländlichen Gemeinden manchmal schwer, das Wunder des natürlichen Wachstums und Gottes Gegenwart in seiner Schöpfung zu entdecken. Aber: Wer sehen will, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Mit Erntedank können wir uns
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